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Donnerstag, 01. Dezember 2005

Sternhimmel im Dezember - aktueller Sternhimmel von www.sternpate.de erklärt

Von sternpate, 23:36

Der Sternenhimmel im Winter: Optimale Jahreszeit für Sterntaufe oder Sternpatenschaft!

Der Herbst geht astronomisch gesehen zu Ende und nun beherrschen die Sternbilder des Winters den Himmel.

Um festzustellen, dass der Winter kurz vor der Tür steht, genügt ein Blick an den Sternenhimmel: Dort beginnen nämlich die Wintersternbilder das Regiment zu übernehmen. Kein Wunder, beginnt doch am 22. Dezember um 2.14 Uhr MEZ der astronomische Winter.

Schaut man Mitte Dezember gegen Mitternacht an den süd-östlichen Sternenhimmel, kann man das Wintersechseck in seiner vollen Schönheit bewundern: Es besteht aus den Sternen Prokyon im Kleinen Hund, Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Rigel im Orion und Sirius im Großen Hund.

Wer das Wintersechseck am Himmel schon aufgespürt hat, kann gleich noch nach den Geminiden schauen, einem Meteoritenstrom der sich zwischen dem 6. und 17. Dezember bemerkbar macht. Das Maximum ist am Morgen des 14. Dezember. Die Geminiden haben ihren Namen - wie alle Sternschnuppenströme - von dem Sternbild, aus dem sie zu kommen scheinen, in diesem Fall also aus dem Sternbild Zwillinge. Ursache für die Geminiden ist übrigens ausnahmsweise einmal kein Komet, sondern der Asteroid 3200 Phaethon. Die Ursiden hingegen haben ihren Ursprung wieder in einem Kometen: 88/Tuttle. Sie scheinen zwischen dem 17. und 24 Dezember aus der Region des Sternbilds Kleiner Bär zu kommen. Das Maximum ist für die Nacht vom 22. auf den 23. Dezember zu erwarten.

 

Der Große Bär hat nun seine tiefste Stellung erreicht und liegt aufrecht parallel zum Nordhorizont. Die Milchstraße zieht noch fast durch den Zenit und kann auch im Herbst gut beobachtet werden. Nach Osten hin wird sie aber zunehmends schwächer, was damit zu tun hat, das im Winter die Nachtseite der Erde zu den äußeren Teilen unserer Galaxis zeigt wo die Sternendichte immer geringer wird.

Winterhimmel - der B.A.S.-Sternenhimmel im Winter

Planetenlauf im Dezember 2005:

Mars von der B.A.S.-Sternwarte aus fotografiert
Mars - der rote Planet
Merkur bleibt unsichtbar.

Zwar erreicht der innerste Planet am 3.11. seine größte östliche Elongation von der Sonne, aufgrund der südlichen Position ergibt sich aber keine Abendsichtbarkeit.

Venus ist Abendstern!


Der hellste Stern am Abendhimmel ist die Venus, und am 3. November erreicht Venus ihre größte östliche Elongation, also den größten Abstand von der Sonne mit 47,1 Grad. Zwei Tage später steht auch der Mond in der Nähe unseres inneren Nachbarplaneten. Bei diesem Ereignis hat Venus eine Helligkeit von -5m,12, einen Durchmesser von 25 Bogensekunden und eine Phase von 48%. Der Mond steht an diesem Abend 3 Grad südlich. Venus wird in der Folgezeit heller und größer bei abnehmender Phase, und zwar bis zum 9. Dezember, wenn der Abendstern im größten Glanz mit -5m,48 (nach StarryNight, nach Kosmos-Himmelsjahr -4m,7) steht. Vorher kommt es am 4. Dezember abermals zu einer nahen, sichtbaren Begegnung zwischen Venus und Mond. Der minimale Abstand bei dieser Begegnung beträgt 3,2 Grad. Venus wird in diesen Tagen ein unübersehbarer Himmelskörper sein. Am 23. Dezember steht Venus scheinbar still und wechselt in eine rückläufige Bewegung, womit der Abendstern beschleunigt der Sonne entgegeneilt zu seiner unteren Konjunktion am 13. Januar.

Jupiter


Die drei normalerweise am besten sichtbaren Planeten des Sonnensystems haben sich in diesen Tagen den Himmel unter sich aufgeteilt. Während die Venus am Abend und Mars in der Nacht zu sehen ist, taucht im November Jupiter nach seiner Konjunktion im Oktober wieder am Morgen auf. Mit dem Wechsel vom November zum Dezember wechselt Jupiter auch von der Jungfrau in die Waage. Sowohl die Helligkeit als auch der scheinbare Durchmesser des Riesenplaneten nehmen in der Folgezeit stetig zu. So beträgt die Helligkeit beim nächsten Rendezvous mit dem Mond -1m,68 und der scheinbare Durchmesser 32 Bogensekunden.

Der minimale sichtbare Abstand wird im Dezember nicht unter 4,9 Bogengrad liegen. Das Rendezvous im Januar 2006 wird noch weniger erwähnenswert sein. Bis Februar 2006 bleibt Jupiter am Morgenhimmel. Anfang März dann wechselt der Riesenplanet in den Nachthimmel und beginnt zudem seine Oppositionsschleife, die er vollständig in der Waage absolviert.

Mars in Opposition


Am Nachthimmel regiert der Rote Planet, und in diesen Tagen erreicht er die Oppositionsstellung und damit die beste Sichtbarkeit des Jahres. Zur Opposition am 7. November hat Mars eine Helligkeit von -2m,33 und eine scheinbare Größe von 19 Bogensekunden. Er ist zu dieser Zeit rund 70,25 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.
Aber auch wenn die diesjährige Opposition schlechter ausfällt als die vorangegangene, so wird Mars in diesen Tagen doch besser zu sehen sein als bei den kommenden Oppositionen im Dezember 2007, im Januar 2010 und März 2012.

Nach der Opposition nehmen Größe und Helligkeit des Roten Planeten auch schnell wieder ab, so hat Mars am 7. Dezember 2005 nur noch eine Helligkeit von -1m,74 und einen Durchmesser von 15 Bogensekunden und am 6. Januar 2006 eine Helligkeit von -0m,91 und einen Durchmesser von 11 Bogensekunden.
Das Rendezvous Mars-Mond im Dezember ist sogar noch etwas deutlicher, da sich die beiden Himmelskörper am 12. Dezember auf rund 1,7 Grad nahekommen.



Uranus und Neptun

sind noch am Abendhimmel zu sehen, aber Objekte für versierte Hobbyastronomen.

Pluto

ist nicht mehr beobachtbar

 

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Für unsere Sternpaten wichtig: Die Planeten bewegen sich unter den Sternen und sind daher nicht auf unseren mitgelieferten Sternkarten verzeichnet. Also lohnt es sich für unsere Kunden, öfter mal hier vorbeizuschauen und sich über die Planetenkonstellationen zu informieren.

 

Sichtbarkeit von Sternschnuppen und Meteoriten

Zeitraum Name/Sternbild Anzahl
2.-5. Januar Quadrantiden/Bootes Bis zu 100 Stück/Std .
18.-24. April Lyriden/Leier Schwacher Meteorstrom, 15/Std.
1.-17. August Perseiden/Perseus Bis zu 120 Stück/Std
15.-29. Oktober Orioniden/Orion Ca. 20 Stück pro Stunde möglich
14.-19. November Leoniden/Löwe Bis zu 1000 tück/Std. möglich
10.-16. Dezember Geminiden/Zwillinge Bis zu 110 Stück/Std.
20.-23. Dezember Ursiden/ Kleiner Bär/Wagen Ca. 20 Stück/Stunde möglich
10.-30. Juli Südliche Aquariden Wassermann wenige pro Std
um 14.Dezember Geminiden, Sternbild Zwillinge 40-60 Pro Stunde

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