aktueller Sternhimmel im August 2006
25.8.2006 - Der aktuelle Sternhimmel im August 2006
www.sternpate.de erklärt den aktuellen Sternhimmel Beschreibung des Sternenhimmels im Sommer:
Der Sommersternenhimmel entfaltet nun seine volle Pracht. Während mit dem Löwen und der Jungfrau die letzten Überbleibsel des Frühlingshimmels verschwunden sind, sinkt der orangsrote Arktur im Bootes (Bärenhüter) zum Westhorizont hinab. Er erinnert als letzter heller Stern an vergangene Frühlingstage. Hoch im Süden dominiert jetzt das Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Das kleine, aber markante Bild der Leier steht jetzt fast im Zenit. Wega und Arktur sind die hellsten Sterne nördlich des Himmelsäquators. Neben Wega findet sich ein kleines Sternenviereck, der der Leier ihre charakteristische und leicht einprägsame Form gibt. Ebenfalls steil über dem Beobachter ist das markante Sternenkreuz des Schwans auszumachen, das gelegentlich auch Kreuz des Nordens genannt wird. Der Schwan fliegt mit ausgebreiteten Schwingen durch das helle Band der Milchstraße. Die Längsachse bildet den Rumpf mit dem Hauptstern Deneb als Schwanz. Die Querachse deutet die Flügel an. Südlich vom Schwan stößt man auf das dritte Bild dieser Sommergruppe, den Adler, der ebenfalls in der Milchstraße liegt. Das schimmernde Lichtband der sommerlichen Milchstraße zieht sich in hohem Bogen über das nächtliche Himmelsgewölbe. Es steigt vom Südhorizont empor, zieht sich durch Schütze, Adler und Schwan und sinkt durch Kassiopeia und Perseus zum Nordhorizont hinab. Die ganze Pracht unserer Milchstraße zeigt sich dem Beobachter allerdings nur an Standorten weit ab von Ortschaften und Städten, wo die Sicht auf den Sternenhimmel nicht durch das Streulicht künstlicher Lichtquellen beeinträchtigt wird. Das schwache diffuse Lichtband löst sich in einem Fernglas in Abermillionen feiner Lichtpünktchen auf. Eingestreut dazwischen stößt man auf galaktische Nebel und scheinbar sternlose Bereiche, sogenannte Dunkelwolken, die nichts anderes sind als interstellare Staubwolken, die das Licht ferner Sterne verschlucken. Das ausgeprägte, große Sternenviereck des Pegasus geht im Osten auf. Dieses mächtige Pegasusquadrat vermittelt den Eindruck einer überdimensionalen Vorfahrtstafel. Eine leicht gebogene Sternenkette, die den vorderen Teil des geflügelten Dichterrosses markiert, gehört ebenfalls noch zum Pegasus. In nordöstlicher Richtung schließt sich an Pegasus die Sternenkette der Andromeda an. Der nördliche Eckpunkt des Pegasusquadrats gehört dabei schon zur Andromeda. Ein wenig nördlich der Andromeda stößt man auf Kassiopeia, das große Himmels-W. Während der Große Wagen im Nordwesten immer tiefer herabsinkt, steigt das Himmels-W immer höher empor und strebt dem Zenit zu. Im hohen Südwesten stehen mit der Nördlichen Krone und dem Herkules zwei weitere, bekannte Sternbilder. Der Herkules beheimatet zwei helle Kugelsternhaufen, M13 und M92, die beide schon in einem Fernglas als matte Lichtflecke zu sehen sind. M13 ist sogar so hell, daß er unter guten Bedingungen bei dunklem Himmel schon mit dem bloßen Auge gesehen werden kann.
Tief im Osten erhebt sich der Schlangenträger über den Horizont. Er hält die Schlange in seinen Händen, die durch ihn am Himmel zugleich in zwei Teile aufgespalten wird, den Schlangenkopf und den Schlangenschwanz. Im tiefen Südwesten bereitet sich das Tierkreisbild Skorpion mit dem hellen Antares auf den Untergang vor. Ihm folgen auf der Ekliptik der Schütze, der Steinbock und der Wassermann. IM ZENIT (Senkrecht nach oben) präsentiert sich derzeit der bekannte Große Bär. Eigentlich kennen die meisten Menschen nur einen Teil dieses Sternbildes, nämlich die hellsten sieben Sterne, die zusammen den Großen Wagen bilden. Tatsächlich bildet der Große Wagen nur den Körper und den Schwanz des Bären. Die weiteren Sterne, die den Kopf und die Tatzen repräsentieren, sind indes sehr lichtschwach und unauffällig, so daß sie nur von den Wenigsten wahrgenommen werden. In der Umgebung des Großen Bären stehen nur recht unauffällige Sternbilder wie der Drache oder der Luchs.
Sie enthalten keine besonders hellen Sterne und sind deshalb am Himmel nicht einfach aufzufinden. Der Grund für die Armut an helleren Sternen in dieser Gegend ist, daß wir hier senkrecht aus der Ebene der Milchstraße hinausblicken. Deshalb ist unsere Sichtlinie durch die Scheibe der Milchstraße, die die Sterne beheimatet, recht kurz, und wir sehen weit weniger Sterne, als wenn wir in die Ebene der Milchstraße hineinblicken. Erleben Sie den Sternhimmel - mit www.sternpate.de finden Sie sich zurecht! Abbildung des aktuellen Sternenhimmels:
Sommerhimmel - der B.A.S.-Sternenhimmel im Sommer 2006 Wie kam es zu den Sternzeichen und Sternbildern? Die Sternbilder bekamen vor etwa 2500 Jahren ihre Bedeutung. Damals stellten eifrige Sternbeobachter die so genannte Ekliptik fest. Das ist eine Art Bahn, durch die Sonne, Mond, und unsere Planeten von der Erde aus gesehen zu reisen scheinen. Die Planeten kreisen aber nicht alle gleich schnell, bis sie die Sonne umrundet haben. Aber die Bahnen der Planeten liegen fast alle auf einer Ebene. Das heißt, wenn man unser Sonnensystem verkleinern und auf den Küchentisch legen würde, könnte man beobachten, dass sich die Planeten kaum von der Tischplatte erheben würden, wenn sie ihre Bahnen ziehen. Schaut man also knapp über die Tischkante, würde man die Planeten alle fast direkt über der Tischplatte in einer langen Reihe sehen, da wäre kein Planet, der plötzlich an der Küchenlampe vorbeistreift. Diese Reihe kann man auch am Himmel sehen. Natürlich nicht binnen Sekunden, dafür muss man sich den Himmel schon etwas länger anschauen, was die Wissenschaftler damals dann auch getan haben. Hinter diesem Band befinden sich natürlich auch Sterne, wie fast überall am Himmel. Und aus diesen Sternen hat man vor 2500 Jahren Sternbilder festgelegt, zwölf Stück. Unsere Sonne steht immer in einem dieser Bilder, jeweils einen Monat lang. Wurde damals ein Kind geboren, wenn die Sonne z.B. im Sternbild Stier stand, war das Kind von Sonnenzeichen Stier.
Sternbild des Monats
Planetenlauf im August 2006: Für unsere Sternpaten wichtig: Die Planeten bewegen sich unter den Sternen und sind daher nicht auf unseren mitgelieferten Sternkarten verzeichnet. Also lohnt es sich für unsere Kunden, öfter mal hier vorbeizuschauen - wir halten Sie auf dem Laufenden. www.sternpate.de - Sterne sind unsere Leidenschaft!
Nun zum Planetenlauf im August 2006:
Der kleine Merkur ist von allen mit bloßem Auge sichtbaren Planeten am schwierigsten zu beobachten, da er der Sonne am nächsten ist und immer kurz vor- oder nach ihr auf- und untergeht. Im August 2006 ist er Anfangs für etwa zwei Wochen am frühen Morgenhorizont zu erspähen. Jedoch verblaßt er eine Viertelstunde nach seinem Aufgang im Licht der Morgensonne. Er steht in der selben Himmelsregion wie die helle Venus.
Unser Nachbarplanet Venus
ist diesen Monat "Morgenstern". Sie leuchtet vor Sonnenaufgang in südöstlicher Richtung. Strahlend hell stellt sie jeden Fixstern in den Schatten. Die Venus, unser Nachbarplanet im inneren Sonnensystem, steht diesen Monat im Sternbild Zwillinge. Sie geht jeden Tag etwas später auf, so z. B. am Monatsersten um 3.48 Uhr, am Monatsletzten um 5.06 Uhr. Am Morgen des 27. kann man beobachten, wie die Venus besonders nahe am Planeten Saturn vorbeizieht Der rote Mars Mars ist im August unsichtbar. Mars verrät sich dadurch, dass sein Licht im Gegensatz zu den Fixsternen ruhiger strahlt. Im Amateurteleskop kann ein strukturloses orange-rötliches Scheibchen erkannt werden. Der riesige
Jupiter
Der Riesenplanet Jupiter zieht als unübersehbarer Lichtpunkt am Nachthimmel noch einmal alle Blicke auf sich: Er verabschiedet sich immer früher vom Nachthimmel. Der riesige Gasplanet steht in der "Waage" und geht am Monatsanfang gegen Mitternacht im Westen unter, am 31. noch bereits kurz nach 22 Uhr. Der Gasplanet ist deutlich heller als die Fixsterne und fällt auch durch sein ruhiges Licht auf. Teleskopische Beoachtungen zeigen auf der Jupiterscheibe Wolkenbänder, manchmal den Grossen Roten Fleck und natürlich die vier hellsten Monde des Jupitersystems.
Der beringte Saturn, der entlegenste mit bloßem Auge sichtbare Planet, ist im August nicht zu beobachten.
Uranus und Neptun Verschwinden vom Nachthimmel - nicht zu beobachten.
Pluto ist nicht mehr beobachtbar
Für unsere Sternpaten wichtig: Die Planeten bewegen sich unter den Sternen und sind daher nicht auf unseren mitgelieferten Sternkarten verzeichnet. Also lohnt es sich für unsere Kunden, öfter mal hier vorbeizuschauen und sich über die Planetenkonstellationen zu informieren. Wir halten Sie auf dem Laufenden: www.sternpate.de - Sterne sind unsere Leidenschaft!
Ist Pluto kein Planet? Planetenstatus aberkannt?
www.sternpate.de berichtet über astronomische Themen:
Pluto, der neunte Planet - wird ihm der Planetenstatus aberkannt?
B.A.S.-Astroservice berichtet über die Hintergründe:
Die Experten der Internationalen Astronomische Union für Himmelskörper (IAU) diskutieren momentan wieder einmal darüber, ob Pluto tatsächlich ein Planet ist oder ob ihm dieser Status aberkannt werden sollte. Zwischenzeitlich wurden einige ähnliche Himmelskörper in Pluto-Nähe entdeckt und bei jedem neuen, um die Sonne kreisenden Brocken entbrannte die Debatte darüber, ob es sich um einen zehnten Planeten handle. Auf einer Konferenz der IAU in Prag sollen nun nach Abstimmung drei weitere Objekte zusätzlich zu Pluto zu Planeten ernannt werden. Dabei geht es auch darum, wie groß und wie rund ein Himmelskörper sein muss, um als Planet gelten zu können.
Mehr Astro-Infos unter http://www.sternpate.de/xist4c/web/Aktuell_id_362_.htm
Beispielsweise das Objekt "Xena" 2003 UB313: Es ist tatsächlich größer als Pluto - und muss daher wohl als Planet gezählt werden.
"Da UB313 deutlich größer ist als Pluto", meint Frank Bertoldi denn auch von der der Universität Bonn und dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie, "wird es zunehmend schwieriger, Pluto einen Planeten zu nennen, aber UB313 diesen Status zu verwehren." Durch die kombinierte Messung der von UB313 abgestrahlten Wärme sowie seiner optischen Helligkeit gelang es Bertoldi und seinen Kollegen, die Größe des Himmelskörpers zu bestimmen.
Im optischen Licht sehen wir die Objekte des Sonnensystems durch das von ihnen reflektierte Sonnenlicht. Ihre scheinbare Helligkeit hängt daher sowohl von ihrer Größe als auch vom Reflektionsvermögen ihrer Oberfläche ab. Letztere kann zwischen einigen Prozent und über 50 Prozent variieren, was eine genaue Größenbestimmung allein aus der optischen Helligkeit unmöglich macht. Das Team von Bertoldi nutzte deshalb die Wärmestrahlung bei einer Wellenlänge von 1,2 Millimetern für ihre Messungen. Denn dort ist die reflektierte Sonnenstrahlung vernachlässigbar und die Helligkeit hängt nur noch von der Größe und Oberflächentemperatur des Objekts ab. Da sich die Temperatur aus der Entfernung zur Sonne ergibt, können die Forscher so die Objektgröße sehr genau bestimmen.
Für Xena ergab sich so ein Durchmesser von 3000 Kilometern. Damit ist UB313 um 700 Kilometer größer als Pluto und avanciert zum größten im Sonnensystem gefundenen Objekt nach der Entdeckung von Neptun im Jahre 1846.
Zurück zu Pluto:
Pluto wurde am 18. Februar 1930 von Clyde Tombaugh am Lowell Observatorium in Arizona entdeckt und galt seitdem als der 9. Planet unseres Sonnensystems. Für einen Umlauf um die Sonne braucht er 248 Jahre, und da seine Umlaufbahn stark elliptisch ist, kommt er dabei für einige Jahre der Sonne näher als der 8. Planet unseres Sonnensystems, Neptun. Auch seine Bahnneigung von 17 Grad gegen die Ekliptik ist in unserem Sonnensystem für einen Planeten ungewöhnlich.
Pluto ist in jeder Hinsicht eine Ausnahme. Er ähnelt vor allem den größeren und kleineren Planetoiden oder Kleinstplaneten, die im Außenbereich des Sonnensystems, dem so genannten Kuiper-Gürtel, unterwegs sind. Sein enger Begleiter Charon ist rund halb so groß wie er selbst – deswegen vertreten viele Astronomen schon länger die Meinung, die beiden müssten eigentlich als Doppelsystem eingestuft werden.
Die Experten schlagen nun vor, dass alle neun Planeten ihren Status behalten, aber drei neue dazu kommen sollen: der Asteroid Ceres 8, Charon, der bisher als Plutos Mond galt, und das Kuiper-Gürtel-Objekt 2003 UB313 (Spitzname Xena).

Allgemein sollen zur Definition eines Planeten zwei Bedingungen vorliegen: Der Himmelskörper muss um einen Stern kreisen, ohne selbst ein Stern zu sein. Und er muss groß genug sein, so dass er durch seine eigene Schwerkraft eine nahezu kreisförmige Gestalt erhält. Sollten die Astronomen den von einer Expertengruppe ausgearbeiteten Vorschlag am Donnerstag annehmen, dann hätte unser Sonnensystem drei neue Planeten mehr, zudem stünde bereits ein Dutzend weiterer Kandidaten auf der Warteliste.
Fazit: Die Astronomie hält immer wieder Überraschungen für den staunenden Laien bereit.
Wir dürfen gespannt sein, was als nächstes entdeckt wird. Bis dahin können interessierte Menschen weiterhin jede Nacht die Sterne beobachten und sich sogar welche "vom Himmel holen" - beispielsweise mit einer Sterntaufe bei www.sternpate.de
Dort finden Sie auch weitere interessante Berichte, sowie den aktuellen Sternhimmel des Monats.
Die auf Weblogs sichtbaren Daten und Inhalte stammen von
Privatpersonen. Beepworld ist hierfür nicht verantwortlich.